Sie warteten auf mich. Sie wussten, dass ich auf einer mehrstĂĽndigen Radtour allein durch den Spessart war. Sie versteckten sich in den dunkelsten Ecken der Tiefgarageneinfahrt meines Zuhauses. Und als ich zurĂĽckkam, brachen sie mit gezogenen Waffen aus der Dunkelheit.
Genau einen Tag zuvor hatte ich Anzeige gegen die Dame erstattet, die mich wegen angeblicher sexueller Belästigung angezeigt hatte — und die mir gegenüber unmissverständlich geäußert hatte, „dass die Dienstwaffe des Sohnes eigentlich verschlossen sein müsse".
Einen Tag später behaupteten dieselben Behörden, ich sei eigengefährdet und wolle mich von einem Bullen erschießen lassen.
Sie rissen mich vom Fahrrad, beschädigten es, drückten mich auf den Boden. Sie blendeten mich mit ihren lächerlichen kleinen Taschenlampen, hielten ihre Ausweise hoch und vergaßen vor Aufregung, mir Sonnenbrille und AirPods abzunehmen.
Zu ihrem UnglĂĽck hatte ich die Oakley Wire Tap und die AirPods nicht vorher abgenommen.
Hätte ich das getan — ein Typ mit Waffe und Polizeiweste steht plötzlich vor mir — dann wäre es wohl anders ausgegangen. Dann hätten wir heute nur eine kleine Meldung in der Zeitung gelesen:
„Sexueller Belästiger und Gefährder wird bei versuchter Festnahme erschossen."
Nach ihrer Logik hätte ich am 14. Oktober 2025 um 19:10 Uhr in dieser Tiefgarageneinfahrt durch mehrere Schüsse sterben sollen. Mein Blut wäre schneller im Gully verschwunden, als Marktheidenfelder Polizisten normalerweise an einem Unfallort auftauchen.